HAUPTEINGANG: Andauernd
Vorschau exhibition
Spencer Finch arbeitet in den Bereichen Malerei, Fotografie und Installation und ist vor allem für großformatige skulpturale Installationen bekannt, die natürliches Licht filtern oder transformieren oder synthetische Lichteffekte erzeugen. In dieser ortsspezifischen Installation versucht Finch, seinen Eindruck vom Himmel in Derneburg zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederherzustellen, indem er das Sonnenlicht in die Farbe des Schattens einer vorbeiziehenden Wolke versetzt. Passing Cloud (Over Derneburg) demonstriert Finchs mechanisierten Versuch, die vergängliche und zeitliche Natur der beobachteten Welt einzufangen.
Das Kunstmuseum Schloss Derneburg freut sich, die dauerhafte Installation eines fast vier Meter hohen Buntglasfensters des renommierten Künstlers Markus Lüpertz in der historischen Eingangshalle des Schlosses bekanntgeben zu dürfen. Lüpertz' Entwurf würdigt das künstlerische Erbe von Schloss Derneburg, vormals Wohn- und Arbeitsort seines Freundes Georg Baselitz, und greift zugleich das historische Erbe des Gebäudes als ehemaliges Kloster auf. Diese einzigartige, ortsspezifische Installation ist Lüpertz' erste museale Auftragsarbeit aus Glas, die öffentlich zugänglich ist. Sie ist eine Hommage an die Landschaft und die historischen Monumente der Gemeinde Holle.
Nach Abschluss seines Studiums am California College of Arts and Crafts im Jahr 1965 wandte sich John McCracken von der abstrakten Malerei und der Schaffung skulpturaler Reliefs ab und widmete sich fortan der Gestaltung monochromer, geometrischer Skulpturen. Er strebte danach, seinen dreidimensionalen Formen eine „atemberaubende Schönheit“ zu verleihen, die seine Faszination für das Universum, außerirdische Wesen und überirdische Materie widerspiegelte. McCrackens Blöcke, Platten, Säulen, Bretter und neutrale Formen sind von Natur aus formal reduziert. Gleichzeitg beziehen sie die Architektur, in der sie ausgestellt werden, mit ein und berücksichtigen die Perspektive der Betrachtenden. Hochglanzpolierte, reflektierende Oberflächen unterstreichen die reinen, satten Farben, die McCrackens architektonische Formen durchdringen.
Nachdem A.R. Penck 1980 aus der DDR emigrierte, war er gelegentlich zu Gast auf Schloss Derneburg. Wie seine Kollegen fühlte sich Penck schon früh zu einer Verbindung von Figuration und Abstraktion hingezogen, durch die sich die nationale Spaltung Deutschlands konzeptuell thematisieren ließ. Anlässlich dieser Ausstellung kehrt das monumentale Holztotem Idol für Deutschland (1982) nach Schloss Derneburg zurück, wo es zu Baselitz' Zeit viele Jahre lang im Eingangsbereich ausgestellt war.
Der US-amerikanische Künstler Julian Schnabel gilt als Aushängeschild der in den späten 1970er Jahren wieder auflebenden Malerei. Seine Kunst ist gestisch und stark aufgeladen mit Verweisen auf die antike und moderne Literatur und Kultur, immer an der Grenze zwischen dem Figürlichen und Abstrakten.
Die Ausstellung, die im historischen Haupteingang und im Rittersaal des Kunstmuseums Schloss Derneburg installiert ist, untersucht die Entwicklung von „Hard Edge" in den letzten sechs Jahrzehnten und verleiht den imposanten, dekorativen Räumen des Schlosses auf neue und überraschende Weise einen zeitgenössischen Charakter.
Ausstellungsansichten: Roman März, Franziska Lenferink
HALL ART FOUNDATIONReading, Vermont |
KUNSTMUSEUM SCHLOSS DerneburgDerneburg, Deutschland |
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