Torben Giehler
Das monumentale Gemälde Circling Overland (2002) des deutschen Künstlers Torben Giehler verwandelt eine gerasterte Landschaft aus der Vogelperspektive mit diagonalen Streifen und Farbblöcken, die sich zum fernen Horizont hin verflüchtigen. Das Gemälde ist nach einem Lied der belgischen Elektronikband Front 242 benannt und Teil einer Serie, in der handgezeichnete Skizzen digital bearbeitet und später zu riesigen Gemälden in leuchtenden Farben skaliert wurden. Bei genauer Betrachtung erzeugt Giehlers Verwendung von transparenter Acrylfarbe einen Schichteffekt, der die traditionelle Hard-Edge-Malerei auf den Kopf stellt, bei der in der Regel alle Kompositionsschichten auf einer flachen Bildfläche vereint sind.