Imi Knoebel
Der deutsche Künstler Imi Knoebel lebt und arbeitet in Düsseldorf. Als ehemaliger Schüler von Joseph Beuys und Kommilitone von Blinky Palermo und Jörg Immendorff widmet sich Knoebel in seiner Arbeit der wahrnehmungsbezogenen Anordnung von Farben. Er studierte den Prä-Bauhaus-Stil von Johannes Itten und László Moholy-Nagy und setzt Kasimir Malewitschs Ansatz der Malerei in Richtung „reiner Wahrnehmung” fort. Kurz nach Palermos Tod im Jahr 1977 schuf Knoebel „24 Farben - für Blinky”, was auf eine emotionale Verbindung innerhalb seines Werks hindeutet. In Figurenbild (1988) sind drei gleichförmige vertikale Rechtecke in Gold, Hellrosa und Magenta auf Holztafeln gemalt und in gleichem Abstand zueinander angeordnet. Die rosafarbenen Rechtecke sind am unteren Rand einer größeren Tafel in einem hellblauen Feld angeordnet, während die kleinere goldene Tafel links daneben platziert ist. Im Gegensatz zu den Hard-Edge-Maler:innen der 1960er Jahre bleibt der gestische Farbauftrag in Knoebels Werk sichtbar und verdeckt nicht die von ihm verwendeten kostengünstigen Materialien (darunter Sperrholz, Aluminium und Faserplatten).